Sonntag, 10.11.2013

Kirche

Sonntag ist Kirche!

Ich wollte hier unbedingt mal in eine afrikanische Kirche mit viel Gesang und Tanz! Heute war es dann so weit, einige Freiwillige von uns und Ich machten uns auf den Weg nach Mbazwana in die dortige Kirche.

Als wir ankamen, wurden wir schon von allen Seiten herzlich begrüßt und nach vorne in die ersten Reihen gesetzt. Es ist hier so üblich, dass die Leute nach und nach eintrudeln und solange wird gesungen und getanzt. Die Kirche ist auch nicht mit einer Kirche wie wir sie aus Deutschland kennen zu vergleichen. Das Gebäude sah von außen aus wie ein ganz normales, etwas größeres Haus. Von innen war das Ganze ein großer gefliester Raum mit Plastikstühlen und einer kleinen Bühne vorne. Auf der Bühne waren einige singende Frauen mit Mikros. Die Frauen wurden von Keyboard und Schlagzeug begleitet. Die Kirchenbesucher setzen sich auch nicht auf ihre Plätze und warten, dass der Gottesdienst beginnt, sondern stehen überall im Raum verteilt und tanzen, singen, beten jeder für sich. Nach gefühlten 30 Liedern, in einer Lautstärke die einem sein eigenes Wort nicht mehr verstehen ließen, setzten wir uns dann doch mal hin. Zur Begrüßung hat uns ein Gemeindemitglied der restlichen Gemeinde vorgestellt und erklärt, weshalb wir in Südafrika sind. Verschiedenste Mitglieder begrüßten dann noch jeder ihre Familie, den Pfarrer, die Pfarrersfrau und, und, und,.... Als die offizielle Begrüßung vorbei war, standen wir alle wieder auf und dann sollte jeder jeden begrüßen. Nach 10 Minuten Händeschütteln und Umarmen, saßen wieder alle auf ihren Plätzen und das Singen ging von Neuem los. Irgendwann gab es dann eine Predigt - auf Zulu mit englischem Übersetzer - welche mehr geschrien als gepredigt wurde. Zum Schluss hat der Pfarrer dann noch extra ein Lied nur für uns Deutsche gesungen, gefolgt von noch ca 10 anderen Liedern....

Völlig erschöpft und mit leichten Ohrenschmerzen gingen wir alle glücklich und gerührt wieder heim. Es war ein tolles, sehr berührendes Erlebnis. Man hat richtig gemerkt, wie glücklich die Gemeinde über unseren Besuch war und wie gastfreundlich die Afrikaner sind. 

Samstag, 09.11.2013

Zulu-Tänze

Unsere Camp-Putzfrau Thembi hat eine Tanzgruppe, welche traditionelle Zulu-Tänze tanzt. Nachdem die paar Zulu-Tänze, die wir hier schon gesehen hatten, sehr beeindruckend und schön waren, hatten wir beschlossen Thembis Tanzgruppe für einen Nachmittag in das Camp einzuladen, und das war diesen Samstag. Es war toll, den Tänzerinnen bei ihrem Auftritt zuzusehen und am Ende tanzten wir alle gemeinsam. 

Freitag, 08.11.2013

Tagesausflug

Heute haben Lara, Laura, Nora, Alina und ich einen Tagesausflug unternommen. Mandy, eine einheimische Künstlerin, hat uns mit ihrem Auto früh abgeholt und zu einem etwas entferntem Markt gefahren. Nachdem wir dort mehrere Stunden verbracht hatten, ging es dann weiter zu einem kleinen Zulumuseum. Dort aßen wir auch zu Mittag und fuhren anschließend noch zu einem Krokodilpark. Da wir dort erst am späten Nachmittag ankamen, waren wir die einzigen Besucher und so kam es, dass einer der Wärter uns eine kostenlose Führung über das Gelände gab. Wie sich herausstellte, gibt es in dem Park nicht nur riesig große Krokodile und Alligatoren, sondern auch verschiedenste Schlangenarten zu sehen. 

Mit einem etwas mulmigen Gefühl durften wir uns dann noch eine Python um den Hals legen, bevor es zu den Krokodilen ging...

 

Mittwoch, 23.10.2013

Halbzeit

Heute ist Halbzeit für mich in Sodwana Bay!

Vor genau 39 Tagen bin ich hier im schönen Südafrika angekommen und in genau 39 Tagen fliege ich weiter nach Kapstadt, um dort bis zum 7.12. die Gardenroute zu machen. Die Zeit geht wirklich schnell vorbei und ich fühle mich richtig wohl.

Rückblickend ist es wirklich schockierend, wie anpassungsfähig wir Menschen sind, und wie schnell man sich an Sachen gewöhnt.

Wo ich am Anfang meiner Reise jede Pfanne noch mal gründlich abgespült habe, um wenigstens den gröbsten Dreck ab zu bekommen, schau ich mittlerweile nur noch, ob davon etwas zu leben scheint. Klamotten werden nur gewaschen, wenn dreckig kein Ausdruck mehr ist, Kakerlaken werden aus dem Waschbecken geschnippt und die Flöhe, die wir seit einiger Zeit in unserem Haus beherbergen... sind eben auch da! Kurz gesagt: die Ekelgrenze sinkt ziemlich schnell ziemlich weit nach unten! - Das soll aber nicht heißen, dass ich mich nicht auf ein sauberes Zuhause freue, Mama! ;D

Viel Neues gibt es sonst eigentlich nicht zu berichten, außer, dass meine Lehrerin diese Woche nicht in der Schule war, und ich war für meine Klasse alleine zuständig gewesen bin. Es war ziemlich anstrengend aber auch eine coole Erfahrung und hat eine Menge Spaß gemacht. Meine Lehrerin (Miss Gumede) hatte mir im Voraus bereits erklärt, was ich mit den Kindern machen sollte und ich hatte meistens einen anderen Freiwilligen als Hilfe dabei, dennoch war es sehr anstrengend.

Leider hat es die Woche auch ziemlich viel geregnet und wir waren dementsprechend viel Daheim. Am Wochenende soll das Wetter allerdings besser sein, und der Strand ruft schon! ;)

  Strand

Freitag, 04.10.2013

Quadtour und Fußballtunier

Ich bin inzwischen schon fast drei Wochen hier, und nachdem das Eingewöhnen nicht lange gedauert hat, geht die Zeit rasend schnell vorbei und ich komm mit den Blogeinträgen gar nicht hinterher ...

Nachdem am Dienstag drei von unseren Leuten gefahren sind (Johannes, Stefan und Laura), haben wir zum Abschluss am Montag noch eine Quadtour gemacht. Wir sind mehrere Stunden zu einem wunderschönen See (Lake Sibaya) gefahren - Offroad versteht sich! ;)

Anja und ich haben uns ein Quad geteilt, was sich als echt praktisch herausgestellt hat, da Quadfahren nach einiger Zeit ziemlich anstrengend wird und so konnten wir immer wieder Fahrer wechseln.

Am See selbst waren wir die einzigen Menschen. Der See ist ein unglaublicher Ort unberührter Natur und wir sind staunend und fasziniert am Ufer entlang gefahren. Wir haben mehrere, sich auf einer Sandbank sonnende Nilpferde gesehen, ein Krokodil und eine Schildkröte. 

Nach mehreren Stunden sind wir dann wieder in Sodwana Bay angekommen.

Als am Dienstag die Anderen abreisten, hatten wir noch einige Stunden das Haus aufzuräumen, bevor am Abend die 10 Neuen kamen. 8 Mädels und 2 Jungen. Jetzt ist das Haus hier wirklich richtig voll!

Am Mittwoch hatten einige Mädels von uns (Kim, Katja, Anja, Lynn (Freundin von Rowan) und ich) sich bei einem Fußballturnier im Drunken Tree angemeldet. Also marschierten wir Mittwoch nach der Arbeit mit Teamshirt, Teamname ("Ze Germans") und ganz viel Motivation zum Drunken Tree und stellten uns der Konkurrenz. Wie heißt es so schön; "Dabei sein ist alles - sagen die Verlierer" und unter diesem Motto beendeten wir nach 3 wirklich lustigen und spannenden ;)Spielen das Turnier mit 4 Toren in 3 Spielen!!! (Die gegnerischen Tore sind irrelevant!!) Mit einem Zauberer, einer Feuerschau und BBQ feierten wir dann noch alle den Abend, welcher als Spendenaktion für die Straßenbeleuchtung in Sodwana Bay gedacht war.

 

Schildkröte Nilpferde Quadtour Ze Germans

Samstag, 21.09.2013

Clean-Up-Day

Heute war Clean-Up-Day am Strand! Jeder der wollte konnte sich früh am Strand treffen und Müll einsammeln. Nachdem nächste Woche Schulferien sind und wir dementsprechend nicht in die Schule gehen, dachten sich Rowan und Co. anscheinend uns beschäftigen zu müssen, uns so standen wir früh um halb neun am Strand.

Was es dort zum Aufräumen geben sollte, war uns Allen ein Rätsel, da das ungefähr der sauberste Strand ist, an dem ich je war.

Nichtsdestotrotz bekamen wir jeder einen Müllsack und ein Papier in die Hand gedrückt, auf dem verschiedene Sachen, wie Plastik Sack, Fischerseil und Glasflasche draufstanden. Wir sollten Striche hinter den jeweils zutreffenden Gegenstand machen, sollten wir etwas Derartiges finden.

Anschließend wurden wir in Jeeps geladen und ungefähr 15 km entfernt bei gefühlter Windstärke 20 ausgesetzt.

Auf der Fahrt machten wir uns noch über den Zettel lustig, auf dem auch Sachen wie Kühlschrank und Waschmaschine aufgelistet waren. Als wir kurz darauf eine Kühlschranktür am Strand entdeckten, waren wir still.. ;)

Ansonsten fanden wir allerdings wirklich nicht viel Müll, allerdings einen toten Delfin. Völlig verfroren und zerzaust beendeten wir die Müllaktion ein paar Stunden später und zur Belohnung gingen wir an den kleinen Marktständen an der Straße Andenken kaufen. 

 

Freitag, 20.09.2013

Strand!

Heute waren wir zum ersten Mal am Strand. Nachdem laufen ungefähr eine Stunde dauert und liften hier das normalste der Welt ist, waren wir in zehn Minuten am Meer. Anja und ich waren erst mal sprachlos: Der Strand ist, bis auf ein paar Taucher, total leer und wunderschön. Das Wasser erinnert an den Atlantik - es gibt viele Wellen und es ist ziemlich klar. Der Wind war allerdings so stark, dass wir uns recht schnell entschlossen, in die Strandbar zu setzen. Die Strandbar ist superschön und das Essen schmeckt auch richtig gut - eine nette Abwechslung zum eintönigen Essen im Camp (Toast, Toast, Müsli, Toast) - Mama, Papa, Nick: Macht Messange Plage Konkurrenz! Wir beobachteten, wie ein Affe Chips aus dem Kiosk klaute, und machten uns anschließend wieder auf den Weg zurück. Kurze Zeit später waren wir müde und versandet wieder im Camp, wo erst mal eine Runde Toast gegessen wurde... 

Dienstag, 17.09.2013

Erste Eindrücke

Anja Mein Klassenzimmer

Montag, 16.09.2013

Erster Schultag

 Um 7h wurden wir heute von Rowan (dem Koordinator) abgeholt. Mit "Wir" meine ich alle die Praktikanten, die das Sozialprojekt machen. Wir durften hinten auf der Ladefläche seines Jepps mitfahren. Das ist hier anscheinend so üblich und macht auch echt Spaß, bringt bei den ganzen Bodenwellen allerdings auch einige blaue Flecken mit sich! ;)

Nacheinander wurden wir bei den verschiedenen Schulen abgesetzt. Generell gibt es hier 2 öffentliche Grundschulen, eine private Grundschule und einen Community Center (Kindergarten und Vorschule) bei denen Praktikanten von Praktikawelten tätig sein können.

Anja, Laura und ich sind der privaten Grundschule zugeteilt.

Dort wurden wir von Rowan abgesetzt und der Schulleiter erklärte uns die Gegebenheiten und brachte uns zu den Klassen. Ich bin vorerst in der zweiten Klasse! In der Klasse wurde ich herzlich von den Kindern und der Lehrerin in Empfang genommen - ich werde mit Miss Lilli angesprochen! :D 

Ich durfte Hefte korrigieren, Sachen im Klassenzimmer aufhängen (die Lehrerin war sehr froh, dass ich im Gegensatz zu ihr so groß bin!) und den Kindern bei ihren Aufgaben helfen.

In den Pausen traf ich mich dann immer mit Anja und Laura (die dem dortigen Kindergarten und der ersten Klasse zugeteilt sind) und spielte mit den Kids.

Generell kann man sagen, dass die private Schule sehr gut ausgestattet ist und es den Jungs und Mädels nicht wirklich an was fehlt. Die Kinder sind sehr höflich und lieb!

Nach der Arbeit ging es erst mal einkaufen und jetzt lieg ich erschöpft in meinem Zimmer (welches ich mit Laura teile) und gleich wird gemeinsam gekocht! 

Sonntag, 15.09.2013

Fahrt und Ankunft

Nach wochenlanger Vorfreude und tagelangem Packen wurde ich Samstag am Flughafen das erste Mal wirklich aufgeregt.

Der Flug nach Johannesburg ging recht schnell vorbei und eine nette Südafrikanerin neben mir machte mir mein Ziel noch schmackhafter, sodass ich es kaum erwarten konnte, endlich dort zu sein. In Johannesburg angekommen traf ich nach langem Warten auf Anja - eine andere Praktikantin die ebenfalls bis Dezember mit mir in Sodwana Bay sein wird. Zusammen machten wir uns - schon leicht unter Zeitdruck - auf den Weg unsere Koffer durch den Zoll zu bringen, neu aufzugeben und unser nächstes Gate für den Anschlussflug nach Richards Bay zu finden. Zwei sehr zuvorkommende Flughafenangestellte nahmen uns sofort die Koffer ab, brachten uns zu den richtigen Schaltern und regelten die Sache mit unserem Übergepäck. Als sie daraufhin ordentlich Trinkgeld verlangten, verstanden wir auch ihre Zuvorkommenheit! ;)

In Richards Bay angekommen, holte uns Vincent (unser Fahrdienst) gleich ab und machte noch Stopp bei einem Supermarkt, sodass wir Geld wechseln konnten.

 Die dortigen Angestellten waren so begeistert von uns zwei weißen Mädchen, dass wir ihnen deutsche Sätze beibringen- und uns in den Chefsessel setzen mussten!

Nach einer langen Fahrt von Richards Bay nach Sodwana Bay mit Affen, Kühen und Menschen auf der Fahrbahn und natürlich dem Linksverkehr (!!!), waren wir sehr froh, abends endlich anzukommen.

Vorort wurde uns kurz alles erklärt und dann ging es schon los mit den anderen Praktikanten (4 Mädchen, 4 Jungs) in die nahe gelegene Bar "Drunken Tree".

Lange blieben wir allerdings nicht, denn am Montag ging es um 7h los zur Schule...